00Bleibtreu

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Broschur
234 Seiten s/w
€ 32,- (DE, AT)
€ 39,- (CH)
ISBN:
978-3-945340-00-4

 

 

 

02Delalic

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Broschur
322 Seiten s/w
€ 43,- (DE, AT)
€ 49,- (CH)
ISBN:
978-3-945340-02-8

 

 

cover schroeder

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Broschur
326 Seiten s/w
€ 63,-
€ 64,80 (A)
€ 69,- (CH)
ISBN:
978-3-945340-01-1


Edgar Bönisch

Der Bleibtreu Verlag:
vom Familienunternehmen zur gescheiterten Übernahme
Betriebsethnologische Betrachtung des Aufeinanderstoßens verschiedener Unternehmenskulturen

Reihe: Ethnologie im kula Verlag Band 1

Bei der Übernahme des Bleibtreu Verlags durch den „Konzern“ trafen zwei unterschiedliche Unternehmenskulturen aufeinander. Die eine war geprägt durch den Austausch von Erfahrungen, die andere von dem Wunsch, Abläufe durch Prozessmanagement zu optimieren.
Mit Hilfe von sozialwissenschaftlichen und ethnologischen Methoden wie der Grounded Theory-Methode, narrativen Tiefeninterviews und teilnehmender Beobachtung betrachtet der Autor den Untergang des Medienunternehmens. Durch die Erinnerungstheorie nach Halbwachs ist es ihm möglich, unterschiedliche und dennoch gleichberechtigte Wahrheiten gelten zu lassen und nach dem Paradigma des Rashomon Films zu präsentieren.
Als Ergebnis spiegelt der Autor die beschriebenen Kulturen in
den Kategorien „Verlagsfamilie“, „innerbetriebliche Steuerung“ und „Kraft von Geschichten“ wider.

Edgar Bönisch ist ausgebildeter Verlagsbuchhändler und Ethnologe. Er ist Lehrbeauftragter an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der Philipps-Universität in Marburg, sowie freier wissenschaftlicher Mitarbeiter eines sozialhistorischen Forschungsprojekts der Frankfurt University of Applied Sciences (www.juedische-pflegegeschichte.de).

 

Enida Delalić

Gebrochene Geschichten.
Erinnerte Traumata von Flüchtlingsfrauen aus Bosnien und Herzegowina

Reihe: Ethnologie im kula Verlag Band 2

Die Ethnologin Enida Delalić betreute in einem hessischen Aufnahmelager Flüchtlingsfrauen aus Bosnien und Herzegowina. In den Lebensgeschichten, die die Flüchtlinge erzählten, ging die Wissenschaftlerin Enida Delalić besonders den folgenden Fragen nach: Wie werden Katastrophen in einer gesamtbiographischen Darstellung erzählt? Wie werden die traumatischen Erlebnisse – plötzlicher Abbruch des bisherigen Lebens, Verwandlung von Nachbarn in Feinde, Verschwinden von Angehörigen und Vertreibung aus der Heimat – im biographisch-narrativen Interview bewältigt? Die vorliegende Arbeit ist damit auch eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Problematik um Flucht und Vertreibung.

Enida Delalić ist promovierte Ethnologin. Als Dokumentarfilmerin setzte sie sich mit dem Thema „Heimat“ auseinander. Als Projektmitarbeiterin arbeitet sie in der Extremismusprävention. Sie hat einen Lehrauftrag zur Wissensvermittlung über den Islam im Mittelmeerraum an der Johann Wolfgang Goehte-Universität in Frankfurt am Main und ist Mitglied am Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam. Für die Flüchtlingsfrauen aus Bosnien und Herzegowina, deren Lebensgeschichten hier erzählt werden, war sie Kulturmediatorin und Dolmetscherin.

 

Ingo W. Schröder

Lokalität und Identitätspolitik.
Öffentliche Inszenierung von Geschichte und Kultur
bei den White Mountain Apache in Arizona
(19. bis 21. Jahrhundert)

Reihe: Ethnologie im kula Verlag Band 3

Hier bitte klicken zur Rezension des Buches, aus: MAGAZIN FÜR AMERIKANISTIK, Zeitschrift für amerikanische Geschichte, Wyk auf Föhr, Heft 1 / 2018

Tradition und Kulturerbe sind wichtige Merkmale indianischer Identität in den USA. Die politischen Eliten der Reservationsgesellschaften (Tribes) halten als Essenz lokaler Besonderheit und sozialer Kontinuität hoch. Dabei existiert bei näherem Hinsehen eine deutliche Diskrepanz zwischen öffentlichen Repräsentationen indigener Kultur als politische Ressource und der alltäglichen Erfahrung von Lokalität im Sinne der Zugehörigkeit zu einem tendenziell stabilen Gefüge von Beziehungen, Räumen und Handlungsvorgaben.
In seiner Habilitation untersucht Ingo W. Schröder am Beispiel der White Mountain Apache in Arizona mittels ethnohistorischer und ethnographischer Methoden, wie sich die Darstellungen kultureller Tradition auf beiden Ebenen vom Beginn der Reservationsära (um 1870) bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts in der Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Staat und lokaler Historizität entwickelt haben. Im Mittelpunkt stehen dabei öffentliche Formen kultureller Inszenierung wie Rituale, die Tribal Fair mit ihrer Parade und dem dazu gehörigen Schönheitswettbewerb sowie die Präsentation von Apache-Kultur im stammeseigenen Museum.

Ingo W. Schröder lehrt als Privatdozent am Fachbereich Kultur- und Sozialanthropologie der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschung im Schnittpunkt von Ethnologie und Geschichte konzentriert sich auf unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung lokaler Akteure mit der politischen Ökonomie staatlicher Macht im indianischen Nordamerika und Osteuropa.